Zu Ohíyesa "Red Hunters and the Animal People

Foreword

 

Ohíyesa lokalisiert die Tiergeschichten in die Gegend, die er selber kennt, in den Nordwesten des Kontinents zwischen Minnesota und die Dakotas, in die Bad Lands und die Gegend des Little Rosebud River. Er bezieht sich auf die Zeit vor 1870, als es noch Büffel gab und Indianer ihr authentisches Lebens verfolgten: „… and the red men lived the life I knew as a boy.“ Was erstaunlich ist - dass es zwei Herangehensweisen gab in der Mensch-Tier-Beziehung, die des Jägers und die der spirituellen Suche. Die vorliegenden Tiergeschichten handeln von Jägerbeziehungen. Aber da alle Tiere Erscheinungen des Great Mystery sind und entsprechend behandelt werden müssen, ist die spirituelle Dimension noch eine andere Erfahrungsebene. Bei der “spirit hunt” begegnet man dem Tier mit anderer Identifikation, deren Erkenntnisse  nicht für die normale Jagd  benutzt werden dürfen: „If you wish to know (the secrets of an animal) you must show him that you are sincere, your spirit and his spirit must meet on common ground… and that is impossible until you have… entered into perfect accord with the wild creatures. Ein solch spirituelles Einverständnis erfordert vom Menschen eine temporäre Selbstaufgabe – er muss sein Zuhause, seine menschlichen Sozialkontakte, seine Waffen und jeden Gedanken an die Beutejagd zurücklassen. Allein gelassen in der Wildnis begegnet er dem Tier als fremder, ebenbürtiger Instanz. Die „spirit hunt“ ist nicht Thema der Jägergeschichten. Mir ist auch kein indigener Text dazu bekannt.